Kurzportrait Hiltrup

                       
Hiltruper Wappen  Hiltrup  Hiltruper Wappen




Stadtteil
 
Der mit mehr als 25.000 Einwohnern größte Stadtteil Münsters erhielt den Namen von seiner Lage auf einem Geestsandrücken. "Hil", "hille" oder "helle" bedeutet Bodenerhebung, während "trup" die Bezeichnung für ein Dorf oder eine Ansammlung von Behausungen ist. Beliebtes Ausflugsziel und landschaftlicher Glanzpunkt Hiltrups ist das Naherholungsgebiet am Hiltruper See, den der Fabrikant Steiner in den 1920er Jahren als Badesee anlegen ließ.

Stadtbezirk

Der Stadtbezirk Hiltrup liegt im Süden der Stadt Münster und grenzt an die Bezirke West, Mitte sowie Süd-Ost. Er umfasst die Fläche von 69,86 km²
bei einer Bevölkerung von 36.574 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2005). Zum Stadtbezirk Hiltrup gehören neben Hiltrup selbst auch noch die
Wohnbereiche (Stadtteile) Amelsbüren und Berg Fidel/Vennheide.

Politik

Die Bezirksvertretung Münster-Hiltrup umfasst in der aktuellen Legislaturperiode seit der Kommunalwahl 2014 
19 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien folgendermaßen verteilen:

CDU     SPD     GRÜNE     FDP     LINKE     AfD     Gesamt
  9         5         2             1          1           1        19
45,2%  26,3%  13,1%     5,9%   4,7%     3,5%

Der Bezirksbürgermeister ist aktuell Joachim Schmidt (CDU), gleichzeitig auch Mandatsträger in der Bezirksvertretung.


Stadtgeschichte

Entstanden ist Hiltrup um 1160/80 mit dem Bau der ersten Kirche St. Clemens. Nach Eröffnung der Eisenbahnlinie Münster-Hamm 1848 und dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals Ende des 19. Jahrhunderts gewann Hiltrup wirtschaftlich an Bedeutung und zählte im Jahr 1900 bereits 1000 Einwohner.
Im Mittelalter war der Bischof von Münster Hiltruper Landesherr. 1803 wurde Hiltrup preußisch. In der napoleonischen Zeit bildete der Emmerbach die Grenze zwischen dem nördlich gelegenen Kaiserreich Frankreich und dem südlichen Großherzogtum Berg. Daher befand sich zwischen 1810 und 1813 im Dicken Weib eine französische Zollstation. Seit 1815 gehörte auch Hiltrup zur preußischen Provinz Westfalen mit der Provinzialhauptstadt Münster.
Stadtteil von Münster wurde Hiltrup erst am 1.1.1975 im Rahmen der kommunalen Neugliederung.

Hiltruper Missionare und Missionsschwestern

Pater Hubert Linckens gründete 1897 das Kloster des "Ordens der Hiltruper Missionare vom heiligsten Herzen Jesu". Europa, Mittel- und Südamerika, Afrika und die Südseeinseln sind die Einsatzgebiete zahlreicher Ordensangehöriger. Die "Schwestern vom heiligen Herzen" leiten das Hiltruper Krankenhaus.
Das ursprüngliche Klostergebäude wird seit 1984 als Studentenwohnheim genutzt.


Wirtschaft

Den Grundstein für Hiltrups wirtschaftliches Aufblühen legte August Bernhard Schencking (1827-1903). Seinen Beziehungen ist die für Hiltrup günstige Streckenführung des Dortmund-Ems-Kanals zu verdanken. Er verlegte den Bahnhof in den Ortskern und baute die heutige Marktallee vom Sandweg zur Straße aus.
Die von Max Winkelmann gegründeten Glasurit Farbenwerke nahmen 1904 ihre Produktion auf. Heute gehört das Unternehmen zu BASF - die "BASF Coatings" zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von Fahrzeug- und Industrielacken und ist größter industrieller Arbeitgeber Münsters.
In Hiltrup zu Hause sind außerdem der Landwirtschaftsverlag und die Polizeiführungsakademie, eine in der Bundesrepublik einzigartige polizeiliche Bildungseinrichtung
.

 

Weitere Infos unter muenster.de


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