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21.05.2015, 22:38 Uhr
Prinzbrücke: CDU weist Kritik der Grünen zurück und mahnt zur Vernunft
In einer gemeinsamen Erklärung haben die CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirkvertretung Hiltrup, Astrid Bühl, ihr Stellvertreter Karl Kleine-Wilke sowie die Hiltruper CDU-Ratsherren Georg Berding und Stefan Leschniok die persönlichen Angriffe der Grünen gegen Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt scharf zurückgewiesen. "Joachim Schmidt hat die Sorgen vieler Hiltruper und Hiltruperinnen zum Ausdruck gebracht. Das ist seine Aufgabe als Bezirksbürgermeister. Ihm deswegen Stimmungsmache zu unterstellen, ist eine Unverschämtheit und zeugt, um es vorsichtig zu sagen, von Sachunkenntnis der Herrn Peters und Stein", so Astrid Bühl.
Die CDU-Politiker weisen darauf hin, dass für ein Auffahrtsohr eben nicht, wie von den Grünen immer wieder behauptet, der ganze Wald am Osttor abgeholzt werden müsse. Vielmehr würden für den Bau einer Rampe nur etwa 20 Prozent der fraglichen Waldfläche benötigt. Die dabei entstehende Böschung werde wieder mit Bäumen bepflanzt. Für den Rest finde an anderer Stelle eine Aufforstung statt.

Die CDU-Vertreter verdeutlichen in der Erklärung auch noch einmal die eigene Haltung zur Prinzbrücke. "Wir wollen eine vom Lastwagenverkehr getrennte Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die für möglichst viele Jahre ein sicheres Überqueren des Kanals ermöglicht. Das geht nur mit einem Auffahrtsohr", führt Ratsherr Stefan Leschniok aus und verweist auf das in den nächsten Jahren steigende Verkehrsaufkommen durch die zukünftigen baulichen Entwicklungen in Hiltrup-Ost. Der CDU liege das Wohl der Bürgerinnen und Bürger am Herzen. Es müsse daher eine sorgfältige Abwägung zwischen der Verkehrssicherheit einerseits und der Umweltverträglichkeit andererseits stattfinden. "Rund 1.000 gesammelte Unterschriften zeigen, dass sehr viele Hiltruperinnen und Hiltrupe unsere Position teilen", argumentiert Karl Kleine-Wilke. "Wenn jemand Blockadepolitik betreibt, dann sind das die Grünen in Hiltrup."

Die CDU-Mandatsträger erläutern in ihrer Erklärung, dass der Aufbau bei einer reinen Fußgänger- und Radfahrerbrücke leichter, also im Aufbau niedriger sei, so dass die Steigung der Rampen viel geringfügiger als bei eine Brücke, die auch dem Schwerlastverkehr dienen muss, ausfalle. Auch hier sei die Argumentation der Grünen somit falsch. Ratsherr Georg Berding fordert die Grünen auf, ihre Haltung zu überdenken: "Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Auch die Grünen können doch kein Interesse daran haben, dass Hiltrup durch eine schlechte Brückennotlösung, die vor einiger Zeit aus guten Grünen quer durch alle Parteien abgelehnt wurde, einen dauerhaften Schaden nimmt." Die CDU werde deswegen das Gespräch mit den anderen Parteien suchen und, falls erforderlich, den bereits angekündigten neuen Ratsantrag auf den Weg bringen.
aktualisiert von Christoph Brands, 24.05.2015, 22:43 Uhr

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