CDU Ortsunion Hiltrup
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Bahnhof: „Das muss jetzt fluppen“

 Münster-Hiltrup - Auf den ersten Blick ist es nicht zu erahnen: Der längst in neuem Glanz erstrahlende Güterbahnhof Münster und das marode Hiltruper Bahnhofsgebäude haben seit Montag etwas gemeinsam. Beide Objekte befinden sich in der Hand der Ludger Holtz Immobilienentwicklung. Z u einem belebten Geschäfts- und Kulturstandort hat sich der Güterbahnhof entwickelt - könnte ihm Vorbildfunktion für den Hiltruper Bahnhof zukommen?
Den Verkauf des Bahnhofs Hiltrup besiegeln Notar Herbert Geraats, Investor Ludger Holtz, Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtkämmerin Helga Bickeböller (v. l.). Foto:  (nn)Den Verkauf des Bahnhofs Hiltrup besiegeln Notar Herbert Geraats, Investor Ludger Holtz, Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtkämmerin Helga Bickeböller (v. l.). Foto: (nn)
 Der Verkauf der Immobilie war gestern weiterhin das beherrschende Thema in Hiltrup. „Ich freue mich, dass in den Bahnhof Hiltrup nun bald wieder Leben einzieht“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe nach dem Besitzerwechsel. Der neue Besitzer Ludger Holtz hob die Bedeutung des denkmalgeschützten Gebäudes für den Stadtteil hervor. „Uns ist klar, dass den Hiltrupern ihr Wahrzeichen sehr am Herzen liegt. Entsprechend behutsam werde er die Nutzung des Gebäudes planen.

 
 

Die Kämmerin der Stadt Münster, Helga Bickeböller, erinnerte daran, dass die Stadt in den vergangenen Jahren zunächst die städtischen Grundstücke im Bahnhofsumfeld entwickeln wollte, um dadurch die Vermarktungsmöglichkeiten des Bahnhofs noch zu verbessern. Außerdem galt es laut Bickeböller, „angrenzenden Unternehmen Entwicklungspotenziale offen zu halten“.

Gratulation und Dank sprach Ratsmitglied Jürgen Ohm (CDU) Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt aus. „Seine Beharrlichkeit hat letztlich zum Ziel geführt“, sagt Ohm. Er sprach von „einem großen Erfolg des Bezirksbürgermeisters und der CDU“. 

Zugleich lenkte Ohm den Blick auf das Bahnhofsumfeld. „Das muss jetzt fluppen“, sagte er. Die CDU habe bereits vor einem Jahr einen Ratsantrag gestellt, der das Bahnhofsumfeld ausdrücklich mit einbezieht. 2013 werde die Bahn auch den Zugang zu den Gleisanlagen modernisieren, erinnerte Ohm an getätigte Zusagen.

Bezirksbürgermeister Schmidt drängte darauf, dass der Investor Stroetmann zügig seine Vorstellungen vorstellt. Das müsse noch im Frühjahr passieren, so Schmidt, der sich zugleich für eine umfangreiche Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes stark machte. 

Schmidt begrüßte es, dass der neue Besitzer des Bahnhofes auf Transparenz setze. „Ich finde es gut, dass er seine Vorhaben und auch schon erste Zeichnungen morgen vorstellen will.“

Unterdessen stößt die SPD mit Sekt auf den Verkauf des Bahnhofs an. Wie es der Zufall will, schickt der neue Eigentümer Ludger Holtz genau in diesem Augenblick seine Bauarbeiter ins Gebäude, die sich als erstes um den feuchten Keller des Gebäudes kümmern sollen. 

Draußen wird gefeiert, drinnen wird bereits gearbeitet. Zeitenwende am Hiltruper Bahnhof. Die Sozialdemokraten erhoffen sich jetzt eine Initialzündung für das gesamte Areal. „Jetzt sind alle Chancen da“, ist SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer überzeugt. Karl-Heinz Winter stellt erst einmal zufrieden fest, dass das denkmalgeschützte Gebäude für Hiltrup erhalten bleibt.